24. April - Zweiter Berliner Klimatag

Wie kann aktiver Klimaschutz in der Gesellschaft zu einem Erlebnis werden und dauerhaft in ihr verankert werden? Neben den klassischen Energie- und Mobilitätsthemen beschäftigt sich der Klimatag in diesem Jahr verstärkt mit "Klimawandel und Flucht" und "Vegan leben". Weiterlesen ...

9.-16. Mai - Lausitzer Energie- und Klimacamp

Kein Land mehr für Kohle
6. Lausitzer Klima- & Energiecamp 2016
9. bis 16. Mai 2016
Proschim

Klimaschutz braucht Kohleausstieg

Global war das Jahr 2015 schon wieder – nach 2014 – das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bereits
0,9 Grad liegen die Temperaturen über dem vorindustriellen Niveau. Das ist schon hart am Limit: Bei der Pariser
Klimakonferenz wurde vereinbart, dass die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um
maximal 2 Grad, möglichst aber 1,5 Grad steigen darf.

Was folgt daraus? Fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas müssen im Boden bleiben. Allen voran die besonders
klimaschädliche Braunkohle. Das macht deutlich: Neue Tagebaue dürfen nicht mehr eröffnet werden, denn sie
zementieren die fossile Energieerzeugung noch über viele Jahrzehnte – und bremsen zugleich den Ausbau der
erneuerbaren Energien. Dennoch sind in der Lausitz noch heute drei neue Tagebaue geplant. Und auch auf der
polnischen Seite schreiten die Planungen für einen neuen Tagebau voran.

Keine Kohle für die Kohle!

Mit Unterstützung der Landesregierungen in Brandenburg und Sachsen treibt der schwedische Staatskonzern
Vattenfall die Tagebaue-Pläne weiter voran. Damit will er den Gewinn aus dem geplanten Verkauf seiner
Braunkohlesparte auch noch erhöhen. Doch wir appellieren an Vattenfall, sich nicht aus der Verantwortung zu
stehlen, sondern den Kohleausstieg natur- und sozialverträglich vorzunehmen. Denn wer jahrelang Geld gemacht
hat mit dem Raubbau an Mensch und Natur, der muss auch für die Folgekosten gerade stehen.

Wir fordern: Für einen konsequenten Klimaschutz muss die Kohle im Boden bleiben. Dafür werden wir kämpfen –
auch, um unserer globalen Verantwortung gerecht zu werden. Klimawandel ist ein globales Problem, das vor allem
diejenigen trifft, die am wenigstens dazu beigetragen haben. Eine konsequente Energiewende leistet einen
wichtigen Beitrag für globale Gerechtigkeit und gegen die weltweite Vertreibung durch Verknappung von Wasser,
Land und Nahrungsmitteln.

Das Klimacamp

Das Lausitzcamp bildet zum sechsten Mal eine Plattform, um den lokalen Widerstand gegen neue Tagebaue und
Kraftwerke mit der globalen Perspektive des Kampfes um Klimagerechtigkeit zu verbinden. Wir sind
basisdemokratisch organisiert und Teil einer lebendigen und aktiven Klimabewegung, die die Kämpfe um
Ressourcenschutz, Klimagerechtigkeit, Energiesouveränität und Demokratie verbindet.

Vom 9. bis zum 16. Mai 2016 (Pfingstmontag) werden wir in der Lausitz ein vielseitiges Klimacamp organisieren. Das
Camp wird einen Ort der Vernetzung, des Erfahrungsaustausches sowie der künstlerischen und praktischen
Auseinandersetzung mit Kohle und Energie bieten. Wir möchten Alternativen leben, in deren Mittelpunkt der
bewusste Umgang miteinander und mit den natürlichen Ressourcen steht. Und einen Ausgangspunkt für
widerständige Praxis und direkte Aktionen bieten.

Kein Land mehr für Kohle

Als Lausitzcamp sagen wir deutlich: Neue Investoren kaufen nicht nur einen Industriezweig ohne Zukunft, sondern
auch den Widerstand vor Ort! Und wir fordern: Vattenfall in die Pflicht nehmen, keine neuen Tagebaue, den
Braunkohleausstieg jetzt einleiten, fossile Energieträger in der Lausitz und überall im Boden lassen! Hier geht's zum Lausitzcamp!  

10. Juli: coal & boat – Bootstour gegen Kohle

10. Juli: coal & boat – Bootstour gegen Kohle coal & boat – Bootstour gegen Kohle (see English description below) Datum: 10. Juli 2016
Beginn: 14:00 (ab 12 Uhr können die Boote zu Wasser gelassen werden)
Ende: 17:00 Uhr (voraussichtlich)
Rummelsburger Bucht, 24h-Anleger (Nähe Alice-und-Hella-Hirsch-Ring)   „Hätte, wenn und aber“
So lautet der Titel der Klimaschutzvereinbarung von Vattenfall und dem Berliner Senat bezüglich des Braunkohlekraftwerks Klingenberg. Das im Osten Berlins gelegene Kraftwerk sollte nur noch bis zum Jahr 2016 Energie aus Braunkohle produzieren. Doch diese Vereinbarung wurde still und heimlich einkassiert. Laut der unverbindlichen Aussage Vattenfalls soll nun 2020 Schluss sein mit der Braunkohle. Jedoch weigert sich der schwedische Konzern in das versprochene Ersatzkraftwerk zu investieren.

Kohleausstieg Berlin lässt sich von Vattenfall nicht verkohlen!
Sei dabei, wenn wir mit Kanus, Flößen und (Schlauch-)Booten Kurs nehmen auf Klingenberg - Ahoi!
Solltet ihr oder Bekannte oder Freund*innen Boote besitzen, wäre es ganz fantastisch, die Bootstour gegen Kohle damit zu unterstützen. Aber natürlich seid ihr auch ohne Boot sehr gesehene Gäste bei uns. Schreibt uns bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! document.getElementById('cloakd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385').innerHTML = ''; var prefix = 'ma' + 'il' + 'to'; var path = 'hr' + 'ef' + '='; var addyd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385 = 'info' + '@'; addyd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385 = addyd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385 + 'kohleausstieg-berlin' + '.' + 'de'; var addy_textd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385 = 'info' + '@' + 'kohleausstieg-berlin' + '.' + 'de';document.getElementById('cloakd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385').innerHTML += ''+addy_textd64bacf01ea83945e07311eb00e8e385+''; eine Mail, damit wir noch ein Plätzchen für euch auf einem Boot finden. In der Nähe gibt es aber auch verschiedene Bootsverleihe, bei denen ihr schwimmbare Untersätze mieten könnt: http://ahoi-ostkreuz.de/  http://www.kanuliebe.de/ http://www.rent-a-boat-berlin.com/en/
coal & boat - boat tour against coal
Date: July 10, 2016
Beginning: 2 pm (launch of boats around noon)
End: 5 pm
Rummelsburger Bucht, a 24-hour harbour (near Alice-und-Hella-Hirsch-Ring)


"Ifs and buts"
According to a former agreement between Berlin and Vattenfall - Klingenberg, a lignite power plant (situated in the east of Berlin), should be shut down this year. But this agreement just disappeared. A newer, non-binding statement says that Vattenfall will end the coal-based power generation till 2020. However, the Swedish company missed to invest in a more climate friendly power plant.

Who do they think we are?
Be there when we say: Klingenberg - Ahoy! You don't have your own boat? No problem - write an email to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! document.getElementById('cloak968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb').innerHTML = ''; var prefix = 'ma' + 'il' + 'to'; var path = 'hr' + 'ef' + '='; var addy968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb = 'info' + '@'; addy968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb = addy968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb + 'kohleausstieg-berlin' + '.' + 'de'; var addy_text968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb = 'info' + '@' + 'kohleausstieg-berlin' + '.' + 'de';document.getElementById('cloak968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb').innerHTML += ''+addy_text968895da71f8cf012e2b7e5c71b062cb+''; and we'll let you know, if there is still place on one of the boats. Rent your boat: http://ahoi-ostkreuz.de/  http://www.kanuliebe.de/ http://www.rent-a-boat-berlin.com/en/  Diese Karte wurde mit einem Kartenausschnitt von google maps erstellt. Klicken Sie auf die Karten und folgen dem Link.

Rette die Spreegurke

  Im Spreewald färbt sich das Wasser langsam braun. Dieser Prozess wird als „Verockerung“ bezeichnet. Dabei lagert sich Eisenocker, auch Eisenhydroxit genannt, als braune Schicht über Flora und Fauna. Das Eisenhydroxid ist für den Menschen ungefährlich, aber Tiere und Pflanzen ersticken unter der braunen (Schlamm-)Schicht. Anders ist es beim Sulfat. Wenn die Sulfatkonzentration einen bestimmten Wert überschreitet, kann es beim Menschen zu gesundheitlichen Folgen, wie Erbrechen und Durchfall kommen.

Verockerung und Sulfatbelastung der Spree sind Folgen der alten und aktiven Tagebaue in Brandenburg - genauer gesagt in der Lausitz. Durch die jahrzehntelange Absenkung des Grundwassers für den Braunkohleabbau, verwitterte das chemische Element Pyrit an der Oberfläche. Wenn das Grundwasser wieder steigt, werden die Reststoffe Eisenhydroxid und Sulfat ausgewaschen. Seit Anfang 2000 ist der schwedische Energiekonzern Vattenfall als Betreiber der Kohlekraftwerke und Tagebaue in der Lausitz aktiv. Doch Verantwortung für die braune Soße übernimmt der Konzern nicht.

Mithilfe der Spreegurke möchte das Bündnis Kohleausstieg Berlin möglichst viele Berliner*innen über die Verockerung und Sulafatbelastung der Spree aufklären. Der Gurkenmarktstand wurde schon bei den folgenden Märkten aufgebaut: Maybachufer (24. Juli), Ökomarkt am Kollwitzplatz (30. Juli) und am Lausitzer Platz (31. Juli). Weitere Stände folgen.

Mit dem authentischen Stand wurden viele Marktbesucher*innen angelockt. Mit Fragen wie „Was kostet ein Glas?“, „Was für eine Geschmacksrichtung ist das?“ und „Sind die Gurken schon aus der neuen Ernte?“ kam die potentielle Kundschaft an der Stand. Doch leider sind Gurken in der Lausitzer Soße ungenießbar. Große Augen und sichtbare Fragezeichen der Besucher*innen verwandelten sich nach den Gesprächen zu Vattenfall-Zornesfalten und Kopfschütteln. Das Bündnis Kohleausstieg Berlin fordert die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg auf, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Dabei spielt die Landesplanungskonferenz der beiden Länder Anfang September eine entscheidende Rolle. Brandenburgs Regierung hat den Glockenschlag noch nicht gehört und hält an der klima- und umweltschädlichen Braunkohle fest. Dafür werden Menschen zwangsumgesiedelt und verlieren ihre Heimat. Darüber hinaus muss Vattenfall Verantwortung übernehmen und als Betreiber der Tagebaue und Kraftwerke einen angemessen Beitrag leisten.

Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter und die Teilnahme an Kohleausstiegs-Aktionen setzen ein wichtiges Zeichen für eine echte Energiewende und Klimaschutz.  
Das Bündnis weist darauf hin, dass Gurken aus dem Spreewald noch problemlos verzehrt werden können.

1. Dezember Informativer Glühweinplausch in drei Akten

2015 war ein spannendes Jahr für die Anti-Kohlebewegung. In vorweihnachtlich gemütlicher Atmosphäre möchten wir mit euch darauf zurückblicken. In szenischen drei Akten wollen wir Themen darstellen, die Kohleausstieg Berlin in diesem Jahr bewegt haben. Dazu zählen neben der Sulfatgefahr, der Trinkwasser-Petition, die Anti-Kohle-Highlights des Jahres und der anstehende Vattenfall-Verkauf. Weiterlesen ...

19. November Pressekonferenz: Gefahr durch Sulfat in Berliner Trinkwasser

Einladung zur Pressekonferenz und Foto-Termin Gefahr durch Sulfat in Berliner Trinkwasser
Bündnis Kohleausstieg Berlin klärt vor dem Sulfatgipfel auf Zeit:
19. November 2015
11 Uhr Ort:
Havemann-Saal im Haus der Demokratie
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin Der steigende Sulfatgehalt in der Spree wird für Berlin zum Problem. Berlin gewinnt große Teile seines Trinkwassers aus dem sogenannten Uferfiltrat der Spree. Laut Trinkwasserverordnung darf dabei der geltende Grenzwert von 250 Milligramm Sulfat pro Liter nicht überschritten werden. Doch genau dies droht.

Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg wollen deshalb auf dem kommenden Sulfat-Gipfel am 20. November die steigende Sulfat-Konzentration der Spree thematisieren. Im Vorfeld des Krisengipfels möchte das Bündnis Kohleausstieg Berlin fachlich über die steigenden Sulfatwerte und deren Auswirkungen für die Wasserwirtschaft informieren.

Mit dabei sind die Experten:
• Winfried Lücking (ehem. Referent für Gewässerschutz beim BUND),
• Dipl.-Ing. Gerd Weber (Geschäftsführer, FWA Frankfurter Wasserund Abwassergesellschaft mbH) angefragt
• René Schuster (Grüne Liga, Umweltgruppe Cottbus)
sowie
• Stefan Taschner (Kohelausstieg Berlin)

Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir darüber sprechen:
• Wie hat sich die Sulfatkonzentration in der letzen Zeit entwickelt und welche Prognose leitet sich daraus ab?
• Wie kann die Trinkwasserqualität durch die Wasserbetriebe in Zukunft gewährleistet werden?
• Welche verpflichtende Maßnahmen zur Eindämmung des Sulfatgehalts müssen die Landesregierungen einleiten? Im Anschluss lädt das Bündnis zum Fototermin. Hintergrund:
Berlins Trinkwasser ist durch den massiven Braunkohle-Abbau gefährdet. Durch Verwitterungsprozesse in den Braunkohlegebieten wird das Schwefelsalz Sulfat ausgespült und mit der Spree nach Berlin geschwemmt. Über die Hälfte entstammt aus den aktiven Braunkohle-Tagebauen von Vattenfall. Für die Einhaltung eines gesundheitsverträglichen Sulfat-Grenzwertes im Trinkwasser ist der ein Grenzwert von 250 mg/l vorgeschrieben. Da Berlin ein Teil seines Trinkwassers aus  dem Uferfiltrat der Spree gewinnt, kann der steigende Sulfatgehalte zum Problem werden. Zur Einhaltung des Grenzwertes
müssen die Wasserbetriebe dem so gewonnen Trinkwasser u.U. noch Grundwasser beimischen. Die Berliner Wasserbetriebe haben mittlerweile Bedenken hinsichtlich der Trinkwassergewinnung geäußert.

Petition unterstützen, Trinkwasser schützen!

Berlin: Schützt unser Trinkwasser! Wir fordern deshalb: verpflichtende Maßnahmen zur Eindämmung des Sulfatgehaltes, eine verursacherbasierte Übernahme aller Folgekosten durch Vattenfall, keine neuen Tagebaue (dies beinhaltet den Planungs-Stopp zu Welzow II Süd und Jänschwalde).   Jetzt die Petition unterschreiben. Weiterlesen ...

5.-9. August: Lausitzer Klima- und Energiecamp in Groß Gastrose

Bereits zum fünften Mal wird dieses Jahr das Lausitzer Klima- und Energiecamp stattfinden. Vom 5. bis 9. August treffen sich in Groß Gastrose bei Guben Klimaschützer*innen aus der Lausitz, Berlin, Polen und dem ganzen Bundesgebiet. Der Höhepunkt des Camps wird ein Aktionstag am Samstag, dem 8. August, sein. Das Camp ist außerdem das diesjährige Ziel der umweltpolitischen Fahrradtour „Tour de Natur“. Weiterlesen ...