Vattenfall - Hauptverdächtiger im Kohle-Krimi



Zur anstehenden Entscheidung sagt Christine Spannagel von gegenstromberlin für das Bündnis Kohleausstieg Berlin:
"Vattenfall begeht einen schweren Fehler auf Kosten der Menschen in der Lausitz. Tausende Arbeitsplätze werde nun in die Hände eines kalten Finanzinvestors gegeben. Für die Menschen in der Lausitz ist das fatal! Ab jetzt gibt es keine Planungssicherheit mehr für die Betroffenen, denn bei EPH und PPF zählt nur der Profit. Die Politik muss jetzt endlich handeln und zu einem Runden Tisch über einen geordneten Kohleausstieg einladen. Das gibt den Beschäftigten eine klare Perspektive, kann neue Gelder für den Strukturwandel in der Region bringen und befriedet das gesellschaftliche Konfliktfeld. Doch nur wenn sich Politik, Unternehmen, Betroffene und die Zivilgesellschaft zusammen an einem Kohlekonsens arbeiten, besteht dazu eine Chance."

Eva Rönspieß von BürgerBegehren Klimaschutz ergänzt für Kohleausstieg Berlin:
"Vattenfall drückt sich vor seiner Verantwortung. Jahrelang wurde in der Lausitz Kohle gescheffelt und jetzt, wo sich der politische Wind dreht, verdrückt sich Vattenfall. Statt auf den Willen der Mehrheit in Deutschland zu hören und sich gemeinsam mit Politik und Beschäftigten auf einen geordneten Ausstieg aus der Kohleverstromung zu einigen, soll noch ein letztes Mal Geld auf Kosten von Klima und Lausitz verdient werden. Das ist schäbig. Deshalb protestieren wir heute in Stockholm, Berlin und Prag gegen dieses Klima-Verbrechen. Der Tatort ist dabei die Vattenfall-Zentrale, wo heute über den Verkauf entschieden werden soll."